Die Erlöse aus dem Benefizkonzert in der Schlosskapelle Solitude haben die Lions-Clubs Solitude und Böblingen-Schönbuch um 2000 Euro aufgestockt. Diese kommen jetzt dem Leuchtturmprojekt „Niemand sollte verloren gehen“ an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf zugute.
Es war eine besondere Solitude-Soirée der Evangelischen Kirchengemeinde Botnang, der Hausherrin der Schlosskapelle Solitude: In der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Kapelle spielte das Junge Streichorchester aus Weil im Schönbuch unter der Leitung von Erich Scheungraber. Gab sich das Orchester bei Georg-Friedrich Händels Concerto Grosso noch etwas zaghaft, so war es spätestens bei Joseph Haydns zweitem Cellokonzert – dem meistgespielten Cellokonzert der Musikgeschichte – voll dabei. Das Außergewöhnliche daran: Jeder Satz wurde von einer anderen Cellistin gespielt; die drei 15-16-jährigen Cellistinnen Ella Steeb, Maria Hablitzel und Carla Engelmann befruchteten sich dabei gegenseitig. Bei den abschließenden rumänischen Volkstänzen von Béla Bartók spielte das Orchester befreit auf und wurde mit großem Beifall in den lauen Sommerabend verabschiedet.
Der Erlös des Benefizkonzerts wurde von den Lions-Clubs Solitude und Böblingen-Schönbuch noch aufgestockt. So konnte der Präsident des Lions-Clubs Solitude, Martin Krüssmann, einen Scheck über 2000 Euro an die stellvertretende Bereichsleiterin für Jugendarbeit der eva (Evangelische Gesellschaft Stuttgart), Laura Reichert, überreichen.
Das Geld kommt dem Leuchtturm-Projekt „Niemand sollte verloren gehen“ für neuzugewanderte Kinder und Jugendliche an der Gemeinschaftsschule Stuttgart-Weilimdorf zugute. Derzeit besuchen 36 Kinder und Jugendliche aus Afghanistan, dem Iran, Rumänien und Syrien die Lernwerkstatt. Die 11- bis 14-Jährigen sind bislang gar nicht oder nur zeitweise zur Schule gegangen. Während die Lernwerkstatt, die Sozialarbeit und Sportprojekte von anderen Trägern finanziert werden, sorgt die Spende der beiden Lions-Clubs nun dafür, dass mit den Kindern und Jugendlichen Ausflüge (zum Beispiel in die Wilhelma) organisiert werden können

